- Beschreibung
-
Details
Manche Erfahrungen dauern nur wenige Sekunden und begleiten uns ein Leben lang. Andere verschwinden, bevor wir sie überhaupt bemerken. Zeit wird unterschiedlich erlebt, unterschiedlich verteilt und unterschiedlich organisiert. Während manche Zukünfte entworfen und verteidigt werden, geraten andere aus dem Blick. Zeit bestimmt nicht nur, was vergeht, sondern auch, welche Möglichkeiten sichtbar werden. Künstlerische Praktiken haben immer wieder andere Vorstellungen von Zeit sichtbar gemacht: durch Dauer und Wiederholung, Warten, Rhythmus, Erschöpfung, Erinnerung, Verzögerung oder spekulative Zukünfte. Manche Arbeiten dokumentieren Zeit, andere unterbrechen sie. Manche machen soziale und politische Zeitordnungen sichtbar, andere eröffnen Möglichkeiten, Zeit anders wahrzunehmen und zu leben. Dieses achtteilige Online-Labor nimmt internationale Positionen auszeitgenössischer Kunst, Film und Performance zum Ausgangspunkt, um Zeit nicht als gegebene Realität, sondern als etwas Gemachtes, Erlebtes, Imaginiertes und Verhandelbares zu befragen. Jede Session geht von einer ausgewählten zeitgenössischen künstlerischen Position aus. Gemeinsames Schauen, Lesen und Gespräch bilden den Ausgangspunkt, um Fragen von Zeitlichkeit gemeinsam weiterzudenken. Beobachtungen und kleine Experimente eröffnen Möglichkeiten, diese Fragen zwischen den Treffen im Alltag, in eigenen Projekten oder künstlerischen Praktiken weiterzuverfolgen. Die Erfahrungen und Fragen, die dabei entstehen, können in die gemeinsamen Gespräche zurückfließen und den weiteren Verlauf des Labs mitgestalten.
- Zusatzinformation
-
Zusatzinformation
Kursleiter Mirjam Kroker Kursort externer Raum Zeitraum 29.10.2026 bis 25.02.2027 Wochentag_e Donnerstag Veranstaltungsbeginn 29.10.2026 Anzahl Plätze 10 min_Teilnehmer 6 Anmeldeschluss 28.10.2026 00:00:00 - Bewertungen
-